*Geschichte des Schnellpaket's
Seit dem 1. Juli 1951 gibt es Schnellpakete oder Postschnellgüter als eine neue Versendungsart für Paketsendungen, zunächst versuchsweise, im Gebiet der BRD und im Verkehr mit Westberlin. Auf Verlangen des Absenders werden gewöhnliche Pakete, unversiegelte Wertpakete, Postgüter und unversiegelte Wertpostgüter nach Orten im Bundesgebiet sowie nach den Westsektoren von Groß-Berlin als Schnellpakete befördert, und zwar gewöhnliche Pakete und unversiegelte Wertpakete als "Schnellpakete", Postgüter und unversiegelte Wertpostgüter als "Postschnellgüter". Weitere Dienste wie Nachnahme, Rückschein (außer bei Postschnellgütern) sowie Eilzustellung sind zugelassen, sperrige Paket nur dann, wenn sie lebende Tiere, Bruteier, lebende Pflanzen oder Sträucher enthalten. Es besteht Freimachungszwang (1. Januar 1952 aufgehoben). Der Absender kann durch Angabe der -blau umrandeten- Fernsprechnummer in der Aufschrift bestimmen, dass der Empfänger vom Eingang am Bestimmungsort gebührenfrei fernmündlich verständigt wird. Die Einlieferung wird auf Wunsch gebührenfrei bescheinigt. Bei den Schnellpaketen beizugebende Paket- oder Postgutkarten (seit 1. Januar 1952 zugelassen bis 3 Schnellpakete auf eine Paketkarte und bis 10 Postschnellgüter auf eine Postgutkarte) haben -ebenso wie die Sendung selbst- den auffallend unterstrichenen Vermerk "Schnellpaket" oder "Postschnellgut" zu tragen. Für diese Sendungen wird neben der üblichen Gebühr ein Zuschlag je nach Entfernungszone von 40, 50, 60, 70, bzw. 80 Pfg. erhoben. Bis zum Ende der Deutschen Bundespost änderte sich diese Zuschlaggebühr.
Quelle und Linktip: http://de.wikipedia.org/wiki/Schnellpaket
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*Magirus Deutz
1936 übernahm die Firma Humboldt-Deutz aus Köln den kränkelnden Fahrzeugbauer und Feuerwehrausrüster C. D. Magirus AG in Ulm. Die beiden Firmen ergänzten sich gut: Magirus hatte Nutzfahrzeuge produziert, benötigte jedoch dringend Dieselmotoren. Humboldt-Deutz fertigte Motoren, stellte jedoch selber keine kompletten Nutzfahrzeuge her. Die Fusion ermöglichte so den Bau von vollständigen Lkw, Bussen und Feuerwehrfahrzeugen.
In der Zeit des Zweiten Weltkriegs stellte das vereinigte Unternehmen in erster Linie aufgrund des Schell-Plans vereinheitlichte Lastwagen für die Wehrmacht her, die die Modellbezeichnungen S330 (mit Allradantrieb A330), S3000 (mit Allradantrieb A3000), GS145 und S4500 trugen. Auch Ketten- und Halbkettenfahrzeuge wurden produziert. Ab 1938 wurde aus Humboldt-Deutz die Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD). 1940 verschwand der Name Magirus vorläufig, die Fahrzeuge aus Ulm wurden unter dem Namen Humboldt-Deutz, später Klöckner-Deutz verkauft. Noch einige Jahre wurde an der Fahrzeugfront allerdings das 1925 eingeführte Magirus-Logo - die stilisierte Spitze des Ulmer Münsters über einem „M“ für Magirus - angebracht. 1944 konstruierten die Ingenieure bei KHD serienreife Dieselmotoren mit Luftkühlung, die ab 1948 in die hauseigenen Lkw, Busse und Feuerwehrautos eingebaut wurden. Ab 1949 lautete der Markenname der von KHD im Ulmer Magirus-Werk produzierten Fahrzeuge Magirus-Deutz. [ mehr Infos ]
*Magirus Rundhauber LKW's
Im Jahr 1951 stellte Magirus-Deutz vollkommen neu gestaltete Lkw vor, für die sich die Namen Rundhauber oder Rundnasen eingebürgert haben. Die Konstruktion der kugeligen „Schnauze“ hob sich deutlich von den Lkw-Modellen der Konkurrenz ab und war nur möglich, weil sich kein großer kastenförmiger Wasserkühler vor dem Motorblock befand. Die Modellbezeichnungen lauteten zunächst S3500, S3500/56, S4500, S4500/6, S4500/112, S5500, S6500 und S7500. Unter diesen Bezeichnungen wurden die Rundhauber ab 1952 verkauft. Da sich in den Hinterachsen der meisten Magirus-Deutz Lastwagen Planetengetriebe befanden, kam man bis 1955 auf den Gedanken, die Fahrzeuge nach Planeten zu benennen. Die Rundhauber behielten daraufhin zwar zunächst ihre Typbezeichnung, diese wurde aber um Planetennamen ergänzt: S4500 Mercur, S4500/6 Mercur, S4500/112 Mercur, S5500 Saturn und S7500 Jupiter. Ab 1958 wurden die Namen abermals geändert auf Sirius (Sirius, Sirius K, Sirius 90L), Mercur (Mercur L, Mercur K, Mercur 112L, Mercur 112K, Mercur 120L, Mercur 120S, Mercur 120K, Mercur 126L, Mercur 126K) und Saturn (Saturn L, Saturn S, Saturn K, Saturn 145L, Saturn 145S, Saturn 145K, Saturn 150K), wobei erwähnt werden muss, dass Sirius kein Planet sondern ein Stern ist.
Linktip: www.wikipedia.de/Magirus-Rundhauber
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