Mercedes W196 Rennwagen Erst 1950 wurde bei Daimler-Benz in Stuttgart unter der bewährten Leitung von Rudolf Uhlenhaut und Alfred Neubauer wieder eine Rennabteilung eröffnet. Im Jahre 1951 beschlossdie FIA in Paris die Einführung einer neuen Grand-Prix-Formel für die Rennsaison 1954. Diese Formel ließ Hubräume von 0,75 bis 1,5 Liter mit und 2,5 Liter ohne Kompressor zu. Die Stuttgarter entschieden sich für Achtzylinder-Saugmotor mit 2496 ccm Hubraum. Erstmalig kam der Typ W196 genannte Grand-Prix-Wagen beim Großen Preis von Frankreich in Reims am 4. Juli 1954 zum Einsatz. Beim Doppelsieg durch Juan-Manuel Fangio und Karl Kling kam allerdings die voll verkleidete Stromlinienvariante des W196 zum Einsatz. Schon zwei Wochen später, beim großen Preis von England in Silverstone wurde diese „schnelle“ Karosserie dem W196 und seinen Fahrern zum Verhängnis. Denn die verkleideten Vorderräder verhinderten ein exaktes Anpeilen der mit Ölfässern markierten Schikanen und engen Kurven. Das Einhalten der für schnelle Runden so wichtigen Ideallinie war so unmöglich.
So präsentierte man bereits beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring am 1. August 1954 den staunenden Besuchern und der Konkurrenzden W196 mit freistehenden Rädern und einer gleichsam schlanken wie eleganten Monoposto- Karosserie. Nun hervorragend geeignet für die Hatz über die zahlreichen Kurven des alten Nürburgrings errang Fangio auf seinem W196-Monoposto auch hier den Sieg und im Verlauf der weiteren Saison 1954 den Weltmeister-Titel für Mercedes-Benz.