Mercedes-Benz LO3500 Konferenz- und Salonwagen von 1935 Schnelligkeit hieß schon immer die Devise im Kraftfahrzeugbau. Die Geschwindigkeit ließ sich unter anderem dadurch erhöhen, indem man den Luftwiderstand der Fahrzeuge herab setzte. War zum Anfang des Automobilbaus die Form der Kutschen noch viel zu stark in den Köpfen der Konstrukteure verankert, so war es nach dem ersten Weltkrieg der bekannte Flugzeugkonstrukteur Rumpler der mit seinem „Rumpler- Tropfenwagen“ erstmals die Idee einer durch den Flugzeugbau beeinflussten, strömungsgünstigen Karosserie im Automobilbau umsetzte. Mit dem Bau der ersten Autobahnen in Deutschland begann man auch im Omnibusbau die Vorzüge der Stromlinienform zu erkennen und umzusetzen. So entstand in den Jahren 1935 und 1936 auch der „Konferenz- und Salonwagen“ Mercedes- Benz LO3500 mit einer strömungsgünstigen Stahlkarosserie. Diese optisch sehr attraktiven Busse verfügten über ein Ruhe- und Schlafabteil, einen Konferenzraum für bis zu 8 Personen und einen Aufenthaltsraum. Eingesetzt wurden diese, mit einem 7,4 Liter großen und 95 PS starken Dieselmotor ausgestatteten, Stromlinie-Busse unter anderem bei den Olympischen Spielen in Berlin 1936 wo sie als eine frühe Art des „VIPShuttles“ für hochgestellte ausländische Besucher und Pressevertreter für Fahrten zwischen den Veranstaltungsorten zur Verfügung standen.