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Der Porsche 906
wurde von der Dr.-Ing. h. c. F. Porsche KG offiziell als Carrera 6 vertrieben. Dies geschah, wie schon bei Porsche 904 (Carrera GTS) und Porsche 911 (ursprünglich 901) aufgrund der Namensrechte von Peugeot bei Straßenfahrzeugen. Der Carrera 6 war der letzte Rennsportwagen von Porsche, der auch für die Zulassung im Straßenverkehr vorgesehen war.
Im Frühjahr 1966 wurden bereits die ersten von insgesamt 65 Fahrzeugen an Kunden ausgeliefert (Preis: 45.000 DM), während das Werk noch an Gewichtseinsparung, Fahrwerksverbesserung und Optimierung des Motors arbeitete. Werksseitig wurde der Wagen nur 1966 in Rennen eingesetzt, sowohl in der Sportwagenklasse mit dem Zweiliter-Sechszylinder als auch bei den Prototypen, wobei Neuerungen getestet werden konnten. Auch eingesetzt wurde ein 2.2 Liter großer Achtzylinder, der auf dem Motor des Formel-1-Porsche 804 von 1962 basierte.
Bei seinem Debüt im 24-Stunden-Rennen von Daytona in Florida erzielte der Carrera 6 auf Anhieb den sechsten Platz im Gesamtklassement und den Klassensieg bis 2,0 Liter. Gesamtsiege waren auf normalen Rennstrecken gegen die Siebenliter-Ford GT40 und Vierliter-Ferrari 330P3 mit ihren deutlich größeren Motoren fast unmöglich.
Beim 12-Stunden-Rennen von Sebring wurden Hans Herrmann/Gerhard Mitter Vierte und Klassensieger gegen den Ferrari Dino 206S, der auch in einer Kleinserie gebaut werden sollte. Der vierte Platz konnte bei den schnellen 1000 km Monza wiederholt werden.
Ein wichtiger Erfolg war der erneute Gesamtsieg bei der Targa Florio. Willy Mairesse/Herbert Müller erzielten diesen Sieg mit einem Semi-Werkswagen der Sportwagenklasse, den die private Scuderia Filipinetti eingesetzt hatte. Damit konnten die Unfälle der drei Werkswagen ausgeglichen und die Ferrari erneut geschlagen werden.
Die 1000 km Spa wurden zum Debakel. Auch die heimischen 1000 km Nürburgring waren kein Erfolg, weniger wegen des Gesamtsieges des Chaparral, sondern durch die Erzrivalen Ferrari Dino, die mit Platz 2 und 3 die Porsche und auch Ford schlugen.
Bei den 24 Stunden von Le Mans 1966 wurden hinter drei Ford GT40 die Plätze 4 bis 7 belegt und die Klassensiege in beiden 2-Liter-Klassen errungen. Damit hatte man erstmals in Le Mans die jahrelang dominierenden großen V12-Ferrari geschlagen.
Linktip und Quelle: wikipedia.de
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